Der einflussreiche amerikanische Nationalökonom und Nobelpreisträger Milton Friedman (1912–2006) sagte der Europäischen Währungsunion spätestens dann ein Scheitern voraus, wenn schwere Störungen auf den Weltmärkten auftreten. – Der berühmte Havard-Ökonomieprofessor Martin S. Feldstein zählte noch im Oktober 2008 Gründe auf, warum das Eurogebiet wieder in seine alten Teile auseinanderbreche. In Wirklichkeit hat sich gezeigt, dass gerade in der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise die Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion weitaus besser dastanden als Nichtmitgliedsländer, wie etwa Grossbritannien oder Schweden. Freilich traten spätestens nach der Griechenland-Krise die Schwächen der EWU deutlich zutage. – Auch ist bis anhin kaum zu erkennen, dass wirtschaftspolitisch betrachtet (with regard to economic policy) die EWU alle Mitgliedsländer nachhaltig stärkte. Eher ist zu erkennen, dass der Beitritt einige Länder eindeutig geschwächt hat. Bei den Maastricht-Kriterien (monetary union entry criteria) fehlte bereits das aussenwirtschaftliche Gleichgewicht (external equilibrium: a situation in which the money a country brings in from exports is approximately equal to the money it spends on imports) des jeweiligen Kandidaten. Hinzu trat die Aufweichung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes durch Absprache zwischen Deutschland und Frankreich. Dies trug dazu bei, dass sich andere Mitglieder der EWU nicht mehr verpflichtet hielten, die strengen Bestimmungen des Paktes einzuhalten. – Siehe Angleichungsautomatismus, Exit, Plan C, Schattenstaat, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Grundfehler, Wachstumsunterschiede, währungsrauminterne, Währungsraum, optimaler, Währungsunion 2, Wirtschaftspolitik, europäische.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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