Effizienz-Struktur-Hypothese

Die Effizienz-Struktur-Hypothese deutet eine steigende Marktkonzentration nicht notwendig als Zeichen schwächeren Wettbewerbs. Sie nimmt vielmehr an, dass die Konsolidierung eines Marktes Ergebnis intensiven Wettbewerbs sein kann: Effizientere Banken gewinnen Marktanteile hinzu und verdrängen oder übernehmen weniger effiziente Institute. Eine konzentriertere Marktstruktur kann damit aus Effizienzunterschieden hervorgehen, ohne dass sich die Wettbewerbsintensität verringert. Die Hypothese bildet im Bericht eine Gegenposition zum Struktur-Verhaltens-Paradigma und erklärt, weshalb Konzentrationsmaße allein keinen eindeutigen Rückschluss auf Marktmacht erlauben.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026 , 22.01.2026 , PDF-S. 31. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/973956/referenceDoc/7a6a3b02ce72b6a454aee8cac61986dc.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Effizienz-Struktur-Hypothese“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/effizienz-struktur-hypothese/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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