Allgemein ein Marktwert (einer Münze, eines Papiers, allgemein: eines Vermögensgegenstandes) unter dem Nennwert, in der Regel in Prozent ausgedrückt. – Der Unterschied zwischen dem Emissionskurs und dem ren Nennwert bzw. Rückzahlungskurs einer Anleihe (Emissions-Disagio); statt Disagio findet man manchmal auch die Bezeichnung Abgeld. – Eine Emission von Aktien mit Disagio ist in Deutschland nicht zulässig, bei festverzinslichen (fixed interest bearing) Wertpapieren dagegen üblich, vor allem auch im Islamic Banking. – Die umsatzabhängige Provision (commission rate), die eine Akzeptanzstelle (Handelsunternehmen, Tankstelle, Restaurant, Fluggesellschaft usw.) im Geschäft mit Karten an den Acquirer für die Kreditkarten-Umsätze abführt. – Der Unterschied zwischen dem Nominalbetrag (Rückzahlungsbetrag) und dem Auszahlungsbetrag eines Darlehns, im besonderen eines Hypothekendarlehns; im letzteren Fall oft auch Damnum (loss) genannt. – Siehe Aufgeld, Bankenzwölf, Barzahlungsklausel, Geldkarte, Interchange Fee, Pagament. – Vgl Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2011, S. 61 ff. (deutsche Direktinvestitionen seit 2004), Monatsbericht der EZB vom Februar 2012, S. 117 ff. (grenzüberschreitende Kapitalströme im Eurogebiet; ausführliche Darstellung; Definitionen; viele Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2012, S. 24 ff. (Probleme bei der Berechnung von Erträgen aus grenzüberschreitenden Direktinvestitionen).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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