De-Risking

De-Risking bezeichnet in der europäischen China-Politik eine Strategie zur Verringerung wirtschaftlicher Verwundbarkeiten aus kritischen Abhängigkeiten, ohne eine breit angelegte wirtschaftliche Abschottung anzustreben. Ausgangspunkt ist ein Koordinationsproblem: Einzelne Unternehmen berücksichtigen bei Beschaffungsentscheidungen die möglichen gesamtwirtschaftlichen Schäden eines Ausfalls kritischer Güter typischerweise nicht vollständig. Begrenzte staatliche Eingriffe können deshalb gerechtfertigt sein, sofern sie sich auf klar identifizierte Abhängigkeiten konzentrieren und nicht in einen allgemeinen Protektionismus übergehen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juli 2026 , 28.07.2026 , PDF-S. 71. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1000490/referenceDoc/0c7ffdf36931c503b9df759a24dbc29e.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „De-Risking“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/de-risking/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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