De-Risking bezeichnet in der europäischen China-Politik eine Strategie zur Verringerung wirtschaftlicher Verwundbarkeiten aus kritischen Abhängigkeiten, ohne eine breit angelegte wirtschaftliche Abschottung anzustreben. Ausgangspunkt ist ein Koordinationsproblem: Einzelne Unternehmen berücksichtigen bei Beschaffungsentscheidungen die möglichen gesamtwirtschaftlichen Schäden eines Ausfalls kritischer Güter typischerweise nicht vollständig. Begrenzte staatliche Eingriffe können deshalb gerechtfertigt sein, sofern sie sich auf klar identifizierte Abhängigkeiten konzentrieren und nicht in einen allgemeinen Protektionismus übergehen.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juli 2026 , 28.07.2026 , PDF-S. 71. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1000490/referenceDoc/0c7ffdf36931c503b9df759a24dbc29e.