Gridlock-Effekt im Zahlungsverkehr

Ein Gridlock-Effekt ist eine Blockadesituation in einem Zahlungssystem, in der sich Zahlungen gegenseitig verzögern. Die beteiligten Institute warten auf eingehende Liquidität, bevor sie ihre eigenen Zahlungsaufträge freigeben. Dadurch kann ein systemweiter Stillstand oder erheblicher Abwicklungsstau entstehen, obwohl sich die Zahlungsverpflichtungen bei koordinierter Ausführung möglicherweise erfüllen ließen. Ähnlich agierende autonome Liquiditätsmanager können solche Rückkopplungen verstärken, wenn ihre Entscheidungsregeln die Abhängigkeit zwischen ausgehenden und erwarteten eingehenden Zahlungen nicht angemessen berücksichtigen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – September 2026 , 21.09.2026 , PDF-S. 154. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1007720/referenceDoc/a9c78c09edfd858dd498d4acc17ce10d.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Gridlock-Effekt im Zahlungsverkehr“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/gridlock-effekt-im-zahlungsverkehr/ (Stand: 05.10.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com