Fiskalmultiplikator

Der Fiskalmultiplikator setzt den fiskalpolitischen Impuls ins Verhältnis zu dessen Wirkung auf das Bruttoinlandsprodukt. Im Bericht wird der zugrunde liegende Fiskalimpuls anhand der Veränderung des konjunkturbereinigten staatlichen Defizits bestimmt und in verschiedene Wirkungskanäle zerlegt. Die BIP-Effekte werden überwiegend mit einem makroökonometrischen Modell simuliert. Treffen zusätzliche Ausgaben auf knappe gesamtwirtschaftliche Kapazitäten, kann ein größerer Teil des Impulses in höhere Preise statt in zusätzliche reale Produktion münden; dadurch fällt der Multiplikator geringer aus.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juni 2026 , 18.06.2026 , PDF-S. 10. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/998608/referenceDoc/64e67324481c1983aed9dbd415327e5e.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Fiskalmultiplikator“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/fiskalmultiplikator/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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