Eine historische Zerlegung ordnet die im Modell beobachtete Entwicklung einer Variablen den Beiträgen verschiedener identifizierter struktureller Schocks zu. Nachdem Impuls-Antwort-Funktionen zeigen, wie einzelne Faktoren typischerweise wirken, lässt sich damit für eine konkrete Zeitperiode quantifizieren, welchen Anteil beispielsweise Geldpolitik, gesamtwirtschaftliche Nachfrage, Energieangebot oder Risikoappetit an einer Wechselkursbewegung hatten. Mehrere Beiträge können sich überlagern, verstärken oder gegenseitig ausgleichen. Bleiben im Modell weniger Schocks identifiziert als Variablen enthalten sind, kann ein Rest der tatsächlichen Entwicklung unerklärt bleiben.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026 , 22.01.2026 , PDF-S. 85. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/973956/referenceDoc/7a6a3b02ce72b6a454aee8cac61986dc.