Substitutionsverzerrung

Die Substitutionsverzerrung ist ein potenzieller Messfehler eines Verbraucherpreisindex mit konstantem Warenkorb. Sie entsteht, wenn Haushalte bei hoher Inflation oder deutlichen relativen Preisänderungen kurzfristig auf günstigere Waren und Dienstleistungen ausweichen, der Index diese Konsumverschiebung innerhalb des Jahres aber noch nicht berücksichtigt. Die gemessene Inflationsrate ist dann tendenziell nach oben verzerrt. Der Bericht weist darauf hin, dass auch Einkommensänderungen, Präferenzverschiebungen oder die Nichtverfügbarkeit von Gütern hinter einer veränderten Ausgabenstruktur stehen können; deshalb wird auch von Repräsentativitätsverzerrung gesprochen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – November 2025 , 20.11.2025 , PDF-S. 105. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/969648/referenceDoc/b08c373c873670dde8fd3a45c47f1c2f.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Substitutionsverzerrung“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/substitutionsverzerrung/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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