Gewinn je Aktie (Earnings per Share)

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“Earnings per Share” (EPS), auf Deutsch “Gewinn je Aktie”, ist eine Finanzkennzahl, die die Rentabilität eines Unternehmens anzeigt, indem sie das Nettoeinkommen durch die Anzahl der ausstehenden Stammaktien teilt. Mit anderen Worten, die EPS repräsentiert den Anteil des Gewinns eines Unternehmens, der auf jede ausstehende Stammaktie entfällt.

Die Formel zur Berechnung der EPS lautet:

EPS = (Nettoeinkommen – Dividenden auf Vorzugsaktien) / Durchschnittliche ausstehende Aktien

Zum Beispiel, wenn ein Unternehmen ein Nettoeinkommen von 1.000.000€ hat, keine Dividenden auf Vorzugsaktien hat und im Durchschnitt 500.000 Aktien im Laufe des Jahres ausstehend hat, wäre die EPS:

EPS = 1.000.000€ / 500.000 = 2€ pro Aktie

EPS ist eine wichtige Messgröße für Investoren, da sie ihnen einen klaren Überblick über die Rentabilität eines Unternehmens gibt. Eine höhere EPS zeigt einen größeren Wert an, denn Investoren werden mehr für die Aktien eines Unternehmens zahlen, wenn sie glauben, dass das Unternehmen im Verhältnis zum Aktienkurs höhere Gewinne hat.

Es sollte beachtet werden, dass EPS die Kapitalstruktur eines Unternehmens (das Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital, das ein Unternehmen zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nutzt) nicht berücksichtigt und daher zusammen mit anderen Finanzkennzahlen verwendet werden sollte, um ein vollständiges Bild der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens zu bekommen.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Gewinn je Aktie (Earnings per Share)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/gewinn-je-aktie-earnings-per-share/ (Stand: 26.07.2023).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com