Kurssturz (downward spurt; slump)

Der unerwartete und rasche Verkaufsdruck bei einem Titel an der Börse. Ursache dafür ist erfahrungsgemäss in erster Linie eine Verlustmeldung des betreffenden Unternehmens. – Der plötzliche starke Rückgang der Notierungen an der Aktienbörse (plunging stock prices) gesamthaft. Wie die Finanzgeschichte lehrt, wird ein solcher Börsenkrach (stock exchange crash) entweder – durch ein unerwartetes Begebnis ausgelöst, etwa ein katastrophales Naturereignis, ein Krieg oder ein Ereignis wie der islamistische Anschlag auf das World Trade Center in Neuyork am 11. September 2001, bzw. – er tritt ein nach einem längeren Schwelen (smoulder) mit zunächst noch unregelmässigem Einbruch der Kurse, gefolgt von einem schleichenden Zerfall, der bei fortschreitendem Verlust des Vertrauens in die Finanzmärkte in einen Absturz einmündet, so wie im Gefolge der Subprime-Krise. Hier mussten die Regierungen vieler Staaten nach fünfviertel Jahren seit Ausbruch der im Sommer 2007 ausgebrochenen Subprime-Krise durch Garantiefonds und Rettungspakete eingreifen, um den völligen Zusammenbruch des Finanzsystems zu vermeiden. – Siehe Abgabepanik, Abschwung, Aufkäufe, zentralbankliche, Baisse, Bundeswertpapiere, Dividenden-Fonds, Euphoriephase, Finanzkrise, Headline-Hysterie, Herdenverhalten, Kurspflege, Kurssprung, Marktpflege, Massiv-Verkäufe, Milchmädchen-Hausse, Nachgeben, Panikverkäufe, Schock, externer, Sell Out, Spottpreis.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Kurssturz (downward spurt; slump)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/kurssturz-downward-spurt-slump/ (Stand: 15.10.2022).

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