Ein plötzlich, also unerwartet und unvorhergesehen eintretender Strukturwandel und fast immer auch verbunden mit schweren Störungen auf dem Finanzmarkt. – Dies tritt vor allem dann ein, wenn beständige, durch den Marktmechanismus bedingte Anteilsverschiebungen zwischen Wirtschaftssektoren und Branchen verhindert werden. Je länger wettbewerbsverzerrende Regulierungen (regulations leading to a distortion of competition) eine Anpassung an die Marktkräfte verzögern oder sogar verhindern, desto einschneidender fällt in der Regel der Strukturumbruch aus. Zu nennen sind vor allem Betriebsschliessungen und Massenentlassungen, was politische Spannungen (political tensions) hervorruft. – Über die Zeit hinweg verschlechtert sich zunehmend die Produktivität (productivity: Verhältnis Faktoreinsatz zu Leistung) und Wirtschaftlichkeit (cost effectiveness: Verhältnis Kosten zu Leistung) der geschützten Branchen. Der Missmut der Verbraucher steigt, und die ausländische Konkurrenz strebt nach einer stärkeren Marktpräsenz. Das führt schliesslich dazu, dass der Schutz (protection) für die Branchen unterlaufen oder aufgehoben wird. – Siehe Griechenland-Krise, Schock, Subventionen, Verkrustungen, strukturelle.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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