Stockjobber in älteren Dokumenten oft auch nur Jobber (so auch im Deutschen gesagt, aber in unterschiedlicher Bedeutung)

Marktteilnehmer, die sich alleinig auf Differenzgeschäfte an der Börse verlegt haben. – An der Börse in London Bezeichnung für – Saalhändler sowie – für alle Makler, die gleichsam als Grosshändler auftreten, also keine Geschäfte mit dem Publikum abwickeln. – Das Wort Stockjobber erhielt im Deutschen durch die sozialistische Anklageliteratur (socialistic accusatory writings), vor allem durch Karl Marx (1818-1883), aber auch durch gefeierte deutsche Literaten (highly acclaimed and celebrated literati) wie Heinrich Heine (1797-1856), einen stark negativen Anstrich: Stockjobber = Wucherer, Profiteuer, Betrüger, “Ausbeuter”. – Siehe Agiotage, Börsianer, Commercials, Geldsauger, Kapitalist, Kuponschneider, Kulisse, Lug-und-Trug These, Misochrematie, Profit, Spekulation.

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Merk, G. (Hrsg.): „Stockjobber in älteren Dokumenten oft auch nur Jobber (so auch im Deutschen gesagt, aber in unterschiedlicher Bedeutung)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/stockjobber-in-alteren-dokumenten-oft-auch-nur-jobber-so-auch-im-deutschen-gesagt-aber-in-unterschiedlicher-bedeutung/ (Stand: 15.10.2022).

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