Finanzpsychologie
Thematische Übersicht zu Finanzpsychologie mit 18 zugeordneten Begriffen, Definitionen und Beiträgen im wissenschaftlichen Gerhard-Merk-Archiv.
Verwandte Begriffe
Finanzpsychologie untersucht psychologische Verhaltensmuster, Anlegerentscheidungen und Kurse. Ihre Grenzen gegenüber finanzmathematischen Erklärungen.
Hindsight beschreibt, warum Anleger Ereignisse im Nachhinein für vorhersehbar halten und dadurch Unsicherheit unterschätzen sowie mehr Risiken eingehen.
Headline-Hysterie bezeichnet den Einfluss reißerischer positiver oder negativer Schlagzeilen auf Entscheidungen professioneller Finanzmarktakteure.
Die Halloweenregel bezeichnet die Annahme stärkerer Börsengewinne von November bis April. Ein statistisch überzeugender Nachweis fehlt bislang.
Der Glücksspieleffekt beschreibt, warum Anleger mühelos erzielte Börsengewinne häufig risikofreudiger reinvestieren und ihre Aktienquote erhöhen.
Gold gilt historisch als nahezu unzerstörbarer ökonomischer Wert. Der Lexikoneintrag erläutert seine Bedeutung und seinen magischen Reiz.
Geldpsychologie beschreibt wissenschaftlich, wie Personen, Gruppen und Völker mit Geld umgehen. Definition und verwandte finanzpsychologische Begriffe.
Die Furchtthese beschreibt, wie Sorge und Unsicherheit der Anleger eine Finanzkrise durch unentschlossenes Verhalten selbst verstärken können.
Definition des Begriffs Finanzdümmling: eine Person mit überschätzter Finanzkompetenz und fehlender Einsicht in komplexe Zusammenhänge.
Definition von Europhobie: die krankhafte Ablehnung des Euro als Zahlungsmittel und die damit verbundene Rückkehrforderung zur D-Mark.
Definition von Exotikomanie: eine kaum sachlich rechtfertigbare Vorliebe für ausländische Vermögensanlagen und Wertpapiere sowie ihre Abgrenzung zur…
Definition der Erinnerungsfähigkeit im Finanzmarkt: Warum Marktteilnehmer vergangene Entwicklungen, besonders schlechte Verläufe, rasch vergessen.
Definition der gegensätzlichen Einschätzung an der Börse: Eine Minderheitsmeinung, die der vorherrschenden Erwartung zum Marktverlauf widerspricht.
Chremagogik bezeichnet die planmäßige Belehrung über den persönlichen Umgang mit Geld und Reichtum und wird der Wirtschaftspädagogik zugeordnet.
Herdenverhalten beschreibt die Orientierung von Anlegern an anderen Marktteilnehmern und seine Rolle bei Kursübertreibungen und Finanzblasen.
Definition von Feminisierung in der Finanzbranche: weibliche Führungskräfte, Frauenquoten und mögliche Auswirkungen auf riskante Entscheidungen.
Der Euro-Breakup-Index misst Erwartungen zum möglichen Ausscheiden eines EWU-Mitglieds und wird als Indikator für EZB-Glaubwürdigkeit diskutiert.
Definition der Bewertbarkeit: Warum monetäre Ausdrucksfähigkeit für Bilanzierung und Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung grundlegend ist.
