Preissetzungsmacht ist die Fähigkeit einer Bank, ihre Zinssätze in einem gewissen Umfang unabhängig von Konkurrenzangeboten und allgemeinen Marktbedingungen festzulegen. Sie ist größer, wenn Kreditnehmer nur wenig auf Abweichungen des bankindividuellen Kreditzinses vom Marktdurchschnitt reagieren. Eine…
Aktualisiert 21. August 2026
Forward Guidance bezeichnet geldpolitische Kommunikation über die voraussichtliche zukünftige Entwicklung der Leitzinsen. Sie beeinflusst Markterwartungen und kann deshalb auch längerfristige Renditen bewegen, selbst wenn der aktuelle Leitzins unverändert bleibt. Im Bericht werden zur Identifikation geldpolitischer…
Aktualisiert 21. August 2026
Die erweiterte deutsche Schuldenquote ergänzt die nationale Maastricht-Verschuldung um einen Deutschland nachrichtlich zugerechneten Anteil am konsolidierten EU-Schuldenstand. Die Zurechnung richtet sich nach dem deutschen Anteil am Bruttonationaleinkommen der EU, weil dieser näherungsweise dem erwarteten künftigen…
Aktualisiert 21. August 2026
Ein struktureller Schock ist ein isolierter ökonomischer Impuls, der als eigenständiger Bestimmungsfaktor einer Modellvariable kausal interpretiert werden kann. Die unmittelbar geschätzten Residuen eines VAR-Modells sind dagegen regelmäßig miteinander korreliert und stellen Mischungen verschiedener Schocks dar.…
Aktualisiert 21. August 2026
Open Funding bezeichnet die automatische Liquiditätsverbindung zwischen einem Konto für den digitalen Euro und einem Bankkonto, wenn beide Konten bei unterschiedlichen Zahlungsdienstleistern geführt werden. Auf diesem Weg könnten Wasserfall-Funktionen institutsübergreifend ausgeführt werden. Da diese Verknüpfung…
Aktualisiert 21. August 2026
Ein Kassenkredit ist ein kommunales Finanzierungsinstrument zur vorübergehenden Überbrückung von Liquiditätsengpässen. Nach der im Bericht erläuterten haushaltsrechtlichen Funktion soll er nicht dauerhaft strukturelle Haushaltslücken finanzieren; deshalb sollten zum Ende eines Haushaltsjahres lediglich kleinere Restbestände bestehen.…
Aktualisiert 21. August 2026
Der Lerner-Index ist ein direktes Wettbewerbs- und Marktmachtmaß. Er stellt den Preis beziehungsweise Umsatz eines Bankprodukts den geschätzten marginalen Kosten gegenüber und erfasst den prozentualen Aufschlag, den eine Bank über ihren Grenzkosten durchsetzen kann. Ein…
Aktualisiert 21. August 2026
Die Produktivitäts-J-Kurve beschreibt einen zeitlich verzögerten Produktivitätseffekt bei der Einführung neuer Technologien. In einer frühen Adoptionsphase kann die gemessene Produktivität zunächst sinken, weil Unternehmen Reorganisations-, Lern- und Anpassungskosten tragen. Erst später werden die Erträge der…
Aktualisiert 21. August 2026
Ein bereinigter Buchkredit ist eine statistische Kreditgröße, aus der bestimmte Transaktionen und Konstruktionen entfernt werden, die den ausgewiesenen Bestand verändern können, ohne die zugrunde liegende Kreditvergabe entsprechend abzubilden. Im Bericht wird um Kreditverkäufe, Kreditverbriefungen und…
Aktualisiert 21. August 2026
Home Bias bezeichnet die Präferenz inländischer Anleger für Anleihen des eigenen Heimatmarktes. Im Bericht wird diese Neigung anhand der Halterstruktur öffentlicher Anleihen im Euroraum beschrieben. Sie ist bei deutschen öffentlichen Anleihen schwächer ausgeprägt als im…
Aktualisiert 21. August 2026