Die Nettosparquote wird wie die Bruttosparquote als Verhältnis von Sparen zu verfügbarem Einkommen berechnet, verwendet jedoch um Abschreibungen bereinigte Nettogrößen. Abschreibungen auf den Kapitalstock der privaten Haushalte, vor allem auf Wohnimmobilien, vermindern damit sowohl das verfügbare Einkommen als auch das ausgewiesene Nettosparen. Steigende kalkulatorische Abschreibungen können die Nettosparquote drücken, ohne dass entsprechende Zahlungen anfallen oder die Haushalte ihre tatsächlichen Konsumentscheidungen im selben Umfang verändern. Darin liegt die wesentliche Abgrenzung zur Bruttosparquote.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juni 2026 , 18.06.2026 , PDF-S. 58. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/998608/referenceDoc/64e67324481c1983aed9dbd415327e5e.