Nettoemissionen sind die Differenz zwischen den in einer Periode von der Zentralbank ausgezahlten und den bei ihr eingezahlten Banknoten oder Münzen. Sie messen damit die Veränderung des jeweiligen Bargeldumlaufs und sind eine Stromgröße. Positive Nettoemissionen erhöhen den Umlauf, negative vermindern ihn. Werden die Nettoemissionen über die Zeit kumuliert, ergibt sich der rechnerische Banknoten- beziehungsweise Münzumlauf als Bestandsgröße. Die Unterscheidung ist wichtig, weil ein wachsender Bestand mit rückläufigen jährlichen Ein- und Auszahlungen einhergehen kann.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – März 2026 , 26.03.2026 , PDF-S. 37. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/988542/referenceDoc/5895ae7b0fe2b871ce74372e4895eede.