Als Lohndrift bezeichnet der Bericht den Abstand zwischen den Vorjahresraten der Effektivverdienste und der Tarifverdienste. Eine positive Lohndrift bedeutet, dass die Effektivverdienste stärker steigen als die tariflich vereinbarten Entgelte. Dies kann darauf hinweisen, dass Unternehmen insgesamt mehr nichttarifliche Lohnbestandteile zahlen oder nichttarifliche Löhne stärker anheben als Tariflöhne. Sonderzahlungen wie Abfindungen und Prämien können die Lohndrift deutlich beeinflussen, ohne dass sich die zugrunde liegenden Tarifabschlüsse entsprechend verändern.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juni 2026 , 18.06.2026 , PDF-S. 22. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/998608/referenceDoc/64e67324481c1983aed9dbd415327e5e.