In Zusammenhang mit Euro-Bonds im Frühjahr 2011 aufgekommene Bezeichnung für die Tatsache, dass im Falle gemeinsamer europäischer Anlehen Länder mit bis anhin gutem Rating – wie Deutschland, Luxemburg oder die Niederlande – zugunsten von Staaten mit schlechtem Rating – wie Griechenland oder Zypern – Verluste erleiden. Denn die gemeinsam begebenen Staatsanleihen bewirken, dass sich überschuldete Länder günstiger refinanzieren können, während für Staaten mit guter Bonitätsnote die Kreditaufnahme teurer wird. – Für Deutschland wurde ein diesfälliger Verlust von der Deutschen Bundesbank mit 7 Mia. EUR jährlich angegeben. Berechnungen von Banken kommen indessen auf eine Mehrbelastung von 47 Mia. EUR pro Jahr. – Siehe Angst, perverse, Anleihe-Spread, Bail-out, Blame game, Blue Bonds, ClubMed, EU-Finanzhilfe, Euro-Bonds, Europäische Finanzstabilisierungsfazilität, Europäische Währungsunion, Grundfehler, Europäischer Währungsfonds, EZB-Sündenfall, Government Spreads, Moral Hazard, Plan C, Rückkehr-Ideologie, Siebenprozent-Grenze, Solidarität, finanzielle, Stabilisierungsmechanismus, europäischer, Strukturreformen, Südfront, Umverteilung, zentralbankbewirkte, Vertragstreue, Zwei-Wege-Option.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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