Kasse, schwarze (black budget)
Ausserhalb des regulären Rechnungswesens vereinnahmte Summen (money that is secretly collected from the overall income of a country, a corporation, a society of any form, a political party or a national department). Sie dienen in fast jedem Fall dazu, Ausgaben ohne Wissen und Überwachung durch die dazu Beauftragten zu tätigen. – In der Regel fasst man unter diesem Begriff auch die Zweckverschleierung von Ausgaben (masking of the expenditure targets), besonders bei öffentlichen Stellen. So flossen in Deutschland nach 1918 hohe Beträge aus dem Reichshaushalt an Reservistenverbände zwecks Traditionspflege und zur Unterstützung in Not geratener Kameraden (to reservist associations for maintenance of traditions and for the support of comrades in need). Tatsächlich wurden die zugewiesenen Zuschüsse dort zum Kauf von Rüstungsmaterial und zur Waffenausbildung im Ausland verwendet. Das Heeresministerium umging auf diese Weise Vorgaben des Versailler Vertrags (peace treaty 1919 on the end of World War I; the contract forced Germany to disarm, make substantial territorial concessions, and pay reparations to countries that fought against Germany) sowie Proteste der Abgeordneten (the widespread slogans of those years were “no re-armament”, “never again war”) im Reichstag. – Siehe Falscherklärung, Geheimgeld, Geldzahlungsgeste, Handgeld, Handschuhgeld, Investition, persönliche, Rückvergütung, Schmiergeld, Schweigegeld, Soft Money, Stiefelgeld, Wahlgeld.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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