Dollar-Lücke (dollar gap)

Die nach dem Zweiten Weltkrieg (1945) weitverbreitete
Überzeugung auch führender Nationalökonomen, dass im Handelsverkehr zwischen Europa und den USA der Partner Europa fortwährend im Defizit sei. Ausgenommen davon wurde meistens nur die Schweiz, weil diese – aufgrund besonderer institutioneller Bedingungen wie das Bankgeheimnis als Finanzplatz weltweit Geld zu Anlagezwecken heranlockt und – der Wertschöpfungsgrad (net value added) der im Inland erzeugten Waren (Uhren, Feinmechanik, Arzneimittel) aussergewöhnlich hoch ist. – Im Jahr 2010 lagen die USA entgegen dieser Befürchtungen knapp hinter den Niederlanden auf Platz drei der deutschen Exportmärkte. – Ungleichgewicht der Banken bei der Refinanzierung in USD; die in USD ausgewiesenen Aktiva übersteigen die entsprechenden Passiva. – Siehe Gnomen von Zürich, Helvetophobie, Unit-Value-Relation. – Vgl. Finanzstabilitätsbericht
2011, S. 58 ff. (Dollar-Refinanzierungslücke deutscher Banken und ihre Gründe; Übersicht).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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