Dollar-Crash (dollar crash)

Die ab etwa 1980 aufgekommene Befürchtung, der USD könne auf den internationalen Devisenmärkten schlagartig sehr viel an Wert einbüssen. – Begründet wird diese Besorgnis mit der Tatsache, dass viele Zentralbanken der Welt ihre Währungsreserven ganz oder grösstenteils in USD halten, in der Regel in verzinslichen (interest bearing) Schuldverschreibungen der USA (US Treasury Bonds). Im Falle, dass die Zentralbanken – vor allem in Asien – ihre Dollarbestände sehr rasch abbauen und ihre Devisenreserven umschichten, dann könnte der USD ins Bodenlose stürzen. – Freilich wären die Zentralbanken am meisten von einem solchen Crash des USD betroffen. Sie haben daher allen Grund, eine allfällige Umschichtung (restructuring of portfolio) langsam und sehr vorsichtig sowie möglichst in gegenseitiger Absprache zu bewerkstelligen. – Im Zuge der weltweiten Finanzkrise ab Herbst 2008, die sich aus Subprime-Krise des Vorjahres entwickelte, beschlossen viele Zentralbanken vor allem in Asien, ihre bis anhin vor allem in USD angelegten Devisenreserven schrittweise, nach und nach aufzufächern. – Siehe Ersparnisschwemme, Krise, systemische. – Vgl. Finanzstabilitätsbericht 2011, S. 58 ff. (Dollar-Refinanzierungslücke deutscher Banken; Übersicht).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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