Thematische Übersicht zu Historische Gebühren mit 11 zugeordneten Begriffen, Definitionen und Beiträgen im wissenschaftlichen Gerhard-Merk-Archiv.
11 zugeordnete Inhalte
Verwandte Begriffe
Hebegeld (weighing charges; tax collector quota; convenience marriage premium; lockage)Hebegeld bezeichnete Wiegegebühren, den Besoldungsanteil von Steuereinnehmern, eine Heiratsprämie oder Gebühren für das Anheben von Schiffen.
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Geschaugeld und Schaugeld (inspection fee)Geschaugeld und Schaugeld bezeichnete historische Prüfgebühren für Waren und Lebensmittel. Definition, Aufgaben der Geschauer und Markttransparenz.
Begriff
Geburtsbriefgeld (birth-certificate fee)Geburtsbriefgeld bezeichnet eine frühere Gebühr für ein amtliches Dokument zur ehelichen Abstammung. Ohne Geburtsurkunde waren Berufe teils verschlossen.
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Fordergeld (master craftsman certificate fee; employment brokerage; up-front fee) – Frühere Gebühr in die Zunftkasse beim Aushändigen des Meisterbriefes an den Jungmeister (fordern = hierFordergeld bezeichnete historische Zahlungen im Zunftwesen, etwa beim Meisterbrief, bei Arbeitsvermittlung oder für beantragte Sondersitzungen.
Begriff
Fanggeld (exterminating fee; reimbursement of prison expenses; fee for a call tracing device; head-hunting premium) In älteren Dokumenten die Zahlung an den Jäger, der schädigende Tiere zur Strecke bringt (exterminates damaging animals), Abschussgeld. – Früher eine Gebühr, die eine in Haft genommene Person für die Kosten der Unterkunft und Verpflegung (accomodation and catering) an den örtlichen Gefängnisverwalter (local prison guardian) zu zahlen hatte, auch Eisengeld, Eisergeld und Fängnisgeld genannt. Das Fanggeld war entweder von Angehörigen laufend zu bezahlen, oder es wurde dem Häftling nach dessen Entlassung als verzinsliche Forderung der Haftanstalt an ihn in Rechnung gestellt. – Die Gebühr, mit welcher der Inhaber eines Telephonanschlusses für eine Fangschaltung (interception circuit) seitens des Fernsprechanbieters (telephone company) belastet wird, in der Regel ein einmaliger Aktivierungsbetrag (activation amount) und ein Entgelt für jeden Überwachungstag (monitoring day). – Spöttisch auch gesagt für die Prämie, die ein Personalberater (personnel consultant) erhält – allgemein, wenn er einen Mitarbeiter findet und – im besonderen, wenn er Kaderleute bei Konkurrenzfirmen abwirbt – auch im Deutschen dann Headhunting genannt -, die möglichst auch ihr beim bisherigen Unternehmen erlangtes Wissen beim neuen Arbeitgeber einbringen. – Siehe Jagdgeld, Keichengeld, Schussgeld, Speisergeld.Fanggeld bezeichnet historisch eine Abgabe für Haftkosten, eine Gebühr für Fangschaltungen und spöttisch eine Headhunting-Prämie.
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Dolmetschgeld (interpreter’s fee)Definition von Dolmetschgeld: die früher übliche oder behördlich festgelegte Gebühr für schriftliche und mündliche Übersetzungen.
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Berufgeld (bellman’s fee; benns publishing fee)Berufgeld bezeichnete früher Gebühren für öffentliche Ausrufungen privater Kundmachungen sowie für Eintragung und Verkündigung eines Eheaufgebots.
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Baumgeld (turnpike fee, barrier fee)Baumgeld bezeichnet eine frühere Gebühr beim Betreten oder Befahren eines durch Schlagbäume abgegrenzten Gebiets. Mit verwandten Mautbegriffen.
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Bankgeld (bank money; court fees; attachment fee; butcher’s block lending fee)Bankgeld bezeichnet Sichteinlagen sowie historische Gerichts-, Arrest-, Fleischbank- und Kirchenbankgebühren. Überblick zu den verschiedenen Bedeutungen.
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Bahrtuchgeld (pall fee)Bahrtuchgeld bezeichnete früher die Gebühr für die Leihe eines Bahrtuchs, das bei Aufbahrung und Beerdigung über den Sarg gelegt wurde.
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Alpgeld (mountain pasture payment)Alpgeld bezeichnet eine frühere Gebühr für das Nutzungsrecht an herrschaftlichen oder gemeinschaftlichen Alpen. Siehe auch Triftgeld.
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