Balassa-Samuelson-Hypothese
Die Balassa-Samuelson-Hypothese erklärt, weshalb produktive Volkswirtschaften häufig ein höheres gesamtwirtschaftliches Preisniveau aufweisen. Hohe Produktivität im Sektor handelbarer Güter ermöglicht dort hohe Löhne. Weil dieser Sektor mit dem Bereich nicht handelbarer Güter um Arbeitskräfte konkurriert, steigen auch dort die Löhne. Da sie bei nicht handelbaren Gütern weniger durch Produktivitätsvorteile ausgeglichen werden, erhöhen sich insbesondere Dienstleistungspreise. Ein höheres allgemeines Preisniveau bedeutet deshalb nicht automatisch eine schlechtere internationale Wettbewerbsfähigkeit; entscheidend sind vor allem Preise handelbarer Güter und die zugrunde liegende Produktivität.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juli 2026 , 28.07.2026 , PDF-S. 16. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1000490/referenceDoc/0c7ffdf36931c503b9df759a24dbc29e.
Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie mich an: info@ekrah.com

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