Statistikbehörde (statistical agency)

Mit der Erfassung und Verarbeitung von Daten in einem Staat betraute öffentliche Stelle. – Von den vor Ort jeweils erhobenen Zahlen hängt nicht nur die Geldpolitik ab, sondern auch fast alle anderen Politikbereiche, wie etwa die Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik oder Verkehrspolitik. Entscheidungen in allen Sachgebieten müssen sich daher auf genaue, verlässliche Zahlen gründen. Um dies zu gewährleisten, sollen die nationalen Statistikbehörden neben der entsprechenden personellen und sachlichen Ausstattung auch eine weitreichende Unabhängigkeit besitzen. – Die GriechenlandKrise 2009 ist ursprünglich auf falsche Haushaltszahlen zurückzuführen. Die EUKommission nahm dies zum Anlass, um das Recht zu verlangen, an Ort und Stelle die Stichhaltigkeit ihr vorgelegter Daten zu prüfen. – Siehe Eurostat, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Grundfehler, Sperrkonto, Statistik. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom März 2011, S, 123 ff. (Verhaltenskodex für die Statistikbehörden; ein gesamteuropäisches statistisches Amt als Fernziel).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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