Repatriierungs-Effekt seltener Abzugsfolgen (repatriation effect)
Schwindet das Vertrauen ausländischer Investoren in die Verlässlichkeit der Wirtschaftspolitik im Anlegerland, dann werden dort angelegte Summen abgezogen. Das verschärft in aller Regel die Schwierigkeiten in dem entsprechenden Staat und kann weitreichende Folgen bis hin zum Staatsbankrott haben. Vor allem Island, die baltischen Staaten und osteuropäische Staaten wie Ungarn und Rumänien bekamen das Ende 2008 deutlich zu spüren. Island musste vom Internationalen Währungsfonds vor dem Staatsbankrott (national bankruptcy) geschützt werden. – Die Repatriierung grosser Summen aus den osteuropäischen Staaten wurde vielfach gerügt. Dabei blieb aber fast immer die Ursache unerwähnt, nämlich schlechte Wirtschaftspolitik in dem Gastland, zweistellige Defizite in der Zahlungsbilanz, zu hohe Staatsverschuldung, verschlechterte Bedingungen für ausländische Investoren, um sich greifende Korruption und tief verwurzelte Schlamperei im Staatssektor, Allein nur die Wirkung (repatriation of capital; Rückholung des Kapitals) wurde anklagend herausgestellt. – Siehe Islandbanken-Falle.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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