Monetaristen (monetarists)
In Bezug auf die Europäische Währungsunion die Vertreter der Meinung, dass eine geheimsame Währung über kurz oder lang zwanghaft die Vereinheitlichung eines auch unterschiedlich geprägten Wirtschaftsraums bewirken werde. – Dieser Ansicht standen die Ökonomisten gegenüber. Sie forderten zunächst eine Vereinheitlichung der Wirtschafts- und Finanzpolitik der zum Eintritt in eine Währungsunion bereiten Staaten. Die gemeinsame Währung könne und dürfe nur der krönende Abschluss (crowning conclusion, grand finale) eines Wirtschaftsgemeinschaft sein. – Der Vertrag über die EWU versuchte einen Kompromiss zwischen beiden Ansichten zu finden; der Stabilitäts- und Wachstumspakt sollte den wirtschaftspolitische Gleichklang sichern. – Rückblickend hat sich der Standpunkt der Ökonomisten als im Grunde richtig gezeigt. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt wurde nicht eingehalten; und im Zuge der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise wurde die Geldpolitik der EZB weithin nur noch Antikrisenpolitik. – Siehe Becket-Effekt, EZB-Sündenfall, Geldvermehrung, währungsunion-interne, Griechenland-Krise, Gruppendruck, Renationalisierung, geldpolitische, Rettungspaket, Sitzordnungsstreit, Südfront, Umverteilung, zentralbankbewirkte.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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