Krisenanfälligkeit (vulnerability to crises)

Die Auswirkung eines Nachfragerückgangs von (in der Regel gerechnet) zehn Prozent auf die Produktion und Beschäftigung in – einem Unternehmen, – einer Branche oder – in einem Wirtschaftsgebiet, nämlich einer Region, einer Volkswirtschaft oder einem länderübergreifenden Wirtschaftsraum wie die EU (the effects of a ten percent decline in demand on production and employment in a company, a branch, a region. a national economy, or an economic territory). Die Höhe des Nachfragerückgangs wird dabei nicht einheitlich mit zehn Prozent definiert. – Die Krisenanfälligkeit von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes unterscheidet sich je nach Wirtschaftszweig, Rechtsform, Eigenkapitalausstattung und Grössenklasse. Gesellschaften mit hoher Unit-Value-Relation sind kaum krisenanfällig. Überhaupt hat sich die Schockabsorptionsfähigkeit (shock absorption capacity) der deutschen Industrie nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dadurch sank auch die Gefahr einer allfälligen Ansteckung des Finanzsektors. – Siehe Gearing, Preissetzungsmacht, Sektorkonzentration. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2014, S. 62 ff. (Bestimmungsgründe für die Krisenanfälligkeit von Unternehmen; einzelne Risikofaktoren; Übersichten).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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