Krisen-Frühwarnsystem (early crisis warning system)
Unter dem Eindruck der Subprime-Krise und der sich anschliessenden Finanzkrise vom Internationalen Währungsfonds und dem Forum für Finanzmarktstabilität gemeinsam entwickeltes Programm mit dem Ziel, Mängel auf den Finanzmärkten beizeiten zu erkennen (to detect in an early stage) und damit einen (grösseren) Einbruch zu verhindern. – Skeptiker wiesen darauf hin, dass – geschichtlich betrachtet die Krisen ihre Eigenart immer wieder verändert haben; Ursache waren zumeist zunächst Defizite in der Zahlungsbilanz; dann in der Leistungsbilanz, bei der Subprime-Krise aber auch bankgeschäftliche Gründe, nämlich vor allem die Verbriefung von Subprime-Krediten, und – es daher kaum möglich sein dürfte, künftige Fehlentwicklungen im voraus treffend zu erkennen. – Demgegenüber scheint es empirisch gesichert, dass sich eine übermässige Kreditschöpfung (measured by the deviation of the global credit-to-GDP ratio from its trend level) sich als ein brauchbarer Frühwarnindikator (early warning indicator) erweisen kann. – Siehe Elisabeth-Frage, Erwartungen, unangemessene, Frühwarnsysteme, Konjunkturdiagnose, Krisen-Vorschatten, Wirtschaftskrise. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom November 2010, S. 85 ff. (Frühwarnindikatoren dargelegt), Monatsbericht der EZB vom Juli 2011, S. 91 ff. (EU-Rahmen für das Krisenmanagement im Finanzsektor).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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