Insider-Transaktion (insider transaction)
Erlangung eines Vermögensvorteils – in der Regel durch Kauf oder Verkauf börsennotierter Papiere – unter unrechtmässiger Ausnützung eines Informationsvorsprungs (an illegal offense involving the purchase or sale of shares by someone who possesses inside information about a company’s performance and prospects which is not yet available to the market as a whole, and which, if available, might affect the share price). Derartige Geschäfte sind in Deutschland nach § 14 WpHG streng untersagt und werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zusammen mit der Staatsanwaltschaft verfolgt. – Siehe Freundschaftsgeschäft, Insider, Insider-Meldepflicht, Insider-Umsatzanreize, Handelsüberwachungsstelle, Marktmissbrauchs-Richtlinie, Nominee, Scalping, Sondervorteil, System Securities Watch Application (SWAP), Whistleblower. – Vgl. Jahresbericht 2002 der BaFin, S. 151 ff., Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 173 (Erweiterung der Strafvorschriften), S. 188 (aufgedeckte Fälle), S. 190 (Vorteile der Beteiligten bei der 3sat-Börse), Jahresbericht 2005 der BaFin, S. 157 (Untersuchungen der BaFin), S. 158 (Übersicht der zur Anzeige gebrachten Fälle seit 2003), S. 58 f.: einzelne Fälle), Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 157 ff. (Übersicht; verstärkter Austausch mit anderen Aufsichtsbehörden), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 181 (Anzeigen der BaFin; Untersuchungsergebnisse; Insiderfall Deutsche Telekom; Insiderfall
Freenet; weitere Fälle), Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 195 ff. (Stand der InsiderÜberwachung; einzelne Fälle, Anzeigen der BaFin und gerichtliche Verurteilungen), Jahresbericht 2013 der BaFin, S. 167 (starker Anstieg der Delikte), S. 171 (Übersicht) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel “Aufsicht über den Wertpapierhandel und das Investmentgeschäft”.
Insider-Überwachung (insider monitoring): Tätigkeit der Aufsichtsbehörden, um verbotene Insider-Transaktionen aufzudecken und der Strafverfolgung zuzuführen. – Siehe Insider-Transaktion, Intelligent Miner. – Vgl. hierzu die Übersicht der einzelnen Schritte im Jahresbericht 2001 des Bundesaufsichtsamts für den Wertpapierhandel, S. 22 (dort auch Schilderung einiger Problemfelder), Jahresbericht 2003 der BaFin, S. 179 ff. (S. 183 ff: aufgedeckte Fälle). Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 173 f., S. 188 ff. (Übersicht von Strafverfahren), S. 190 (Börsenspiele), Jahresbericht 2006 der BaFin, S. 163 f. (einzelne Fälle), Jahresbericht 2007 der BaFin, S. 172 ff (viele Insiderdelikte gehen mit Fusionen und Übernahmen einher; S. 177 ff. einzelne Fälle), Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 195 ff. (verstärkte Überwachung der BaFin, Anfälligkeit des Segments Freiverkehr; einzelne Fälle, Anzeigen der BaFin), Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 175 ff. (BaFin geht weiterhin Marktmissbrauch nach; einzelne Fälle) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel “Aufsicht über den Wertpapierhandel und das Investmentgeschäft”.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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