Goldfaden (gold thread)

Zu einer Faser dünn ausgezogenes Gold. Es wurde früher von in dieser Arbeit sachkundigen Textilhandwerkern solchen Stoffen beigemischt, die vor allem als Kleidung für Personen höheren Standes (persons of higher social rank), für Uniformen samt Achselstücken (Epauletten; epaulets) von Offizieren sowie auch von Fahnen bestimmt waren. Entsprechende Wirkwaren dienten vornehmlich der Zurschaustellung von Reichtum, Ansehen und Macht; sie blieben durch die Zeiten verhältnismässig teuer. Daneben zeigte man an Kleidungstücken gern auch als Besatz
ging: placed along an edge as an ornament, fringe, or border on clothing) mehr oder minder kunstreiche Goldfaden-Stickerei (golden embroidery). Dabei galten selbst kunstvolle Stickereien aus haardünnem Goldfaden weithin weniger prestigeträchtig (less prestigious) als Randverzierungen von dickerer Litze. – Dass Goldfäden auch als Zahlungsmittel dienten, wie dies manchmal vorgetragen wird, ist wirtschaftsgeschichtlich bis anhin nicht erweisbar (could not be proven by economic history).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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