Geldwäsche, auch – vor allem in der Schweiz – Geldwäscherei (money laundering). Das Einschleussen von Beträgen aus gesetzwidrigen Geschäften in den regulären, normalen Finanzkreislauf (the practice of cleaning illicitly gained money so that it appears to others to have come from, or to be going to, a legitimate source). Geldwäsche ist grundsätzlich ein Problem der Banken, weil deren Infrastruktur von Kriminellen missbraucht wird. Daher müssen Banken die Geldbewegungen auf ihren Konten genau beobachten – Motto
“Kenne den Kunden deines Kunden” – und Verdachtsfälle an die Strafverfolgungsbehörden melden. Das Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz [GwG]) aus dem Jahr 1993 schreibt in § 14 im einzelnen vor, inwieweit interne Vorkehrungen gegen Geldwäsche vor allem Banken, Versicherungen, Versteigerer, Finanzdienstleister, Kapitalverwaltungsgesellschaften, Edelmetallhändler und Spielbanken treffen müssen. – Siehe Banknoten-Wertbeschränkung, Address Spoofing, Bargeldkontrolle, Beobachtungsvermerk, Domizil-Verschleierung, Drogengeld, Financial Action Task Force on Money Laundering, Financial Intelligence Unit, Finanzagent, Finanzbeschränkungen, Finanzflüchtling, Geldtransferverordnung, Gefährdungsanalyse, Geld, schmutziges, Geldtransfer-Vermittler, Identitätsdiebstahl, Konto, falsches, Kontenoffenlegung, Kontensperre, Kundendaten-Informationspflicht, Londoner System, Offshore Finanzplätze, Outsourcing, Personen, politisch exponierte, Registriergeld, Versteigerer, Zweitausweis. – Vgl. ausführlich (mit Fallbeispielen) Jahresbericht 2003 der BaFin, S. 68 ff., Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 80 ff., Jahresbericht 2005 der BaFin, S. 181 (Inkrafttreten der Dritten EU-Geldwäscherichtlinie am 15. Dezember 2005), S. 183 (Defizite bei Prüfungen), Jahresbericht 2006 der BaFin, S. 193 ff. (Internationales; Rechtsentwicklung; Sonderprüfungen im Inland), Jahresbericht 2007 der BaFin, S. 213 f. (Grundlagendokument [fact sheet] der FATF zur risikoorientierten Bekämpfung der Geldwäsche; GeldwäscheLänderprüfungen [country evaluations for money laundering]), Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 207 (Inkrafttreten des Geldwäschebekämpfungsergänzungsgesetzes im August 2008; Auslegungs- und Anwendungshinweise; Geldwäscheaufsicht der BaFin auch für Factoring- und Leasingunternehmen), S. 208 (Versicherer müssen Zahlungsweise von Prämien überwachen), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 234 ff. (Geldwäschebekämpfungsergänzungsgesetz [GweG]; geldwäscherechtliche Pflichten durch Gefährdungsanalyse; Arbeitsgruppe im Zuge der EU-Geldtransferverordnung), Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 251 ff. (internationale Zusammenarbeit bei der Geldwäscheprävention; Dokumente der Geldwäsche-Expertengruppe (Anti Money Laundering Expert Group, AMLEG) des Basler Ausschusses; gemeinsame Arbeitsgruppe von BaFin, Finanzministerium und Bankenverbänden), Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 217 ff. (Ergänzung des Geldwäschegesetzes; Bestimmungen in Zusammenhang mit dem Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention [GwOptG], Einbezug von E-Geld), Jahresbericht 2013 der BaFin, S. 55 ff. (einschlägiger Leitfaden der Financial Action Task Force) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel “Querschnittsaufgaben”.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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