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FORMEL · LERNMODUL

Numerische Integration

Mittelpunktregel, Keplersche Fassregel und Simpson-Formel vergleichen.

Zusatzmodul
Grundformel
\[\int_a^b f(x)dx\approx\frac{h}{3}[f(x_0)+4f(x_1)+\dots+f(x_n)]\]
\int_a^b f(x)dx\approx\frac{h}{3}[f(x_0)+4f(x_1)+\dots+f(x_n)]

Einordnung

Mittelpunktregel, Keplersche Fassregel und Simpson-Formel vergleichen.

Ausgewählte Näherung 0
Referenzwert 0
Absoluter Fehler 0
Schrittweite h 0

Grundlagen

Stützstellen

Das Intervall [a,b] wird in 2m gleich breite Teilintervalle zerlegt.

h = (b−a)/(2m)
xₖ = a + kh,   yₖ = f(xₖ)

Mittelpunktregel

In der Vorlage als Tangenten-Formel bezeichnet. Verwendet werden die Funktionswerte in den Mittelpunkten der Teilintervalle.

∫ₐᵇ f(x)dx ≈ 2h(y₁+y₃+…+y₂ₘ₋₁)

Keplersche Fassregel

Simpson-Regel auf einem Paar von Teilintervallen.

∫ₐᵇ f(x)dx ≈ (b−a)/6 · (y₀+4y₁+y₂)

Hierbei gilt y₁ = f((a+b)/2).

Zusammengesetzte Simpson-Formel

Je zwei Teilintervalle werden durch eine quadratische Interpolationsparabel angenähert.

∫ₐᵇ f(x)dx ≈ h/3 · [y₀+y₂ₘ+2Σy₂ⱼ+4Σy₂ⱼ₋₁]

Integralrechner

Berechnungsdaten

Ergebnis

Mittelpunktregel 9,125 2h · Summe der ungeraden Stützwerte
Mittelpunktregel0
Keplersche Fassregel0
Simpson-Formel0
Referenzwert0
Absoluter Fehler0
Relativer Fehler0 %
Plausibilitätsprüfung Die Eingabewerte sind gültig.

Visualisierung

f(x) Näherungsfunktion angenäherte Fläche
VerfahrenNäherungFehler
Mittelpunkt
Kepler
Simpson
Vergleich Die Fehler werden gegenüber einer sehr fein berechneten Referenzintegration angegeben.

Wertetabelle

kxₖyₖ = f(xₖ)Simpson-GewichtGewicht · yₖ

Formelsammlung

Schrittweite

h = (b−a)/(2m)

Das Intervall wird in 2m gleich breite Teilintervalle zerlegt.

Stützstellen

xₖ = a+kh,   yₖ = f(xₖ)

k läuft von 0 bis 2m.

Mittelpunktregel

M₂ₘ = 2h Σⱼ₌₁ᵐ y₂ⱼ₋₁

Verwendet nur die ungeraden Stützstellen.

Keplersche Fassregel

K = (b−a)/6 · (y₀+4y₁+y₂)

Ein einzelner Simpson-Schritt über das Gesamtintervall.

Zusammengesetzte Simpson-Formel

S₂ₘ = h/3 [y₀+y₂ₘ+2Σy₂ⱼ+4Σy₂ⱼ₋₁]

Gewichte: 1, 4, 2, 4, 2, …, 4, 1.

Fehlerordnung Mittelpunktregel

Fehler = O(h²)

Bei genügend glatter Funktion sinkt der Fehler quadratisch mit h.

Fehlerordnung Simpson

Fehler = O(h⁴)

Die Simpson-Formel konvergiert bei glatten Funktionen meist deutlich schneller.

Exaktheit

Simpson exakt für Polynome bis Grad 3

Vorausgesetzt, die Rechnung erfolgt ohne Rundungsfehler.

Vertiefung

Warum numerische Integration?

Viele bestimmte Integrale besitzen keine elementare Stammfunktion oder liegen nur als Messdaten vor. Numerische Quadratur ersetzt das Integral durch eine gewichtete Summe endlich vieler Funktionswerte.

Mittelpunktregel

Die Mittelpunktregel verwendet pro Teilintervall den Funktionswert in der Mitte. Sie ist für lineare Funktionen exakt und besitzt bei glatten Funktionen einen Fehler zweiter Ordnung.

Keplersche Fassregel

Die Keplersche Fassregel entspricht der Simpson-Regel auf genau zwei Teilintervallen. Die Gewichte 1, 4 und 1 entstehen durch die Integration der quadratischen Interpolationsparabel.

Zusammengesetzte Simpson-Formel

Für längere Intervalle wird die Simpson-Regel abschnittsweise angewendet. Je zwei Teilintervalle bilden einen gemeinsamen Parabelabschnitt. Daher muss die Zahl der Teilintervalle gerade sein.

Referenzwert dieser Seite

Der angezeigte Referenzwert wird intern mit einer sehr feinen zusammengesetzten Simpson-Rechnung bestimmt. Er ist eine numerische Vergleichsgröße und kein symbolisch exakter Integralwert.

Problematische Funktionen

Sprungstellen, Polstellen, stark oszillierende Funktionen oder nicht definierte Funktionswerte können die Näherung erheblich verschlechtern. Das Intervall sollte dann aufgeteilt oder ein spezialisiertes Verfahren verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist numerische Integration?

Numerische Integration berechnet ein bestimmtes Integral näherungsweise aus endlich vielen Funktionswerten.

Was ist die Mittelpunktregel?

Die Mittelpunktregel ersetzt die Funktion in jedem Teilintervall durch ein Rechteck mit der Höhe des Funktionswertes in der Intervallmitte.

Was ist die Keplersche Fassregel?

Die Keplersche Fassregel ist die Simpson-Regel über zwei gleich breite Teilintervalle und verwendet die Gewichtung 1, 4 und 1.

Warum muss die Zahl der Teilintervalle bei Simpson gerade sein?

Je zwei Teilintervalle werden durch eine gemeinsame quadratische Interpolationsparabel angenähert.

Wie wird h berechnet?

Bei 2m Teilintervallen gilt h = (b−a)/(2m).

Ist der Referenzwert exakt?

Nein. Er wird mit einer sehr feinen Simpson-Rechnung numerisch angenähert und dient als Vergleichswert.

Wann ist die Simpson-Formel besonders geeignet?

Sie eignet sich gut für glatte Funktionen ohne Singularitäten oder starke Oszillationen im Integrationsintervall.