Früher eine Zahlung dafür, dass kräftige Männer (Schlepper; Hauler, Treidler; towers) ein Schiff durch Taue (tightropes) vom Ufer (vom Treidelpfad, Leinpfad; towpath) aus hinter sich herzogen; bugsieren: von Bug = vorderes Schiffsende. – Waren die Schiffszieher beritten (tower on horseback; Leinreiter), so erhöhte sich das Bugsiergeld entsprechend. – Ein verhältnismässig hoher Aufwand, der dann entstand, wenn ein Schiff bei gänzlichem Mangel an Wind durch Ruderboote an Tauen fortgezogen (towed-up) werden musste. – Kosten, die anfallen, wenn ein grösseres Schiff durch ein oder mehrere kleinere Schiffe fortgezogen werden muss. – Heute auch gesagt für die Bezahlung der Motorschiffe, die einen Lastkahn vor sich herschieben. – Siehe Halage, Rheinoctroi, Triftgeld, Wassermaut.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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