Bei einer Versicherung die Berechnung der Prämie in Abhängigkeit vom Geschlecht des Versicherungsnehmers. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat im März 2011 entscheiden, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor eine “unzulässige Diskriminierung” (undue discrimination) darstelle. Entsprechend sind für weibliche und männliche Versicherte die gleichen Tarife zugrunde zu legen. – Siehe Unisextarif. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 113 f. (Umsetzung des Urteils des EuGH in deutsches Recht; Fragen des Übergangs vom Bisextarif in den Unisextarif und umgekehrt; BaFin ändert im Zuge dessen auch die Kalkulationsverordnung), S. 116 f. (das Urteil des EuGH über Unisextarife betrifft nicht die betriebliche Altersversorgung).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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