Jemand, der in der Finanzbranche – also nicht unbedingt nur im engeren Sinne bei einer Bank – tätig ist. Die Berufsbezeichnung in diesem Sinne verfestigte sich seit etwa 1980 in der deutschen Sprache und ersetzte weithin das Wort “Bankangestellter”. – Die abwertende Bezeichnung “Bankster” und “Damager” bezieht sich mehr auf Personen mit einem gewissen Entscheidungsspielraum (decision margin; hier das einer beruflichen Tätigkeit zugeordnete Ausmass an selbständiger, eigenverantwortlicher Leistungserbringung) und schliesst ausführende Angestellte in aller Regel nicht ein. – Die Aufsichtsbehörden nahmen ab etwa 2008 die leitenden Angestellten im Finanzsektor nach und nach unter stärkere Beobachtung. Es hatte sich nämlich klar herausgestellt, dass Banker häufig genug von einem Tag auf dem anderen die Überschau der Geschäfte ihres Instituts völlig verloren. Obschon die handelnden Personen im Finanzsektor das Geschehen durch ihre Entscheidungen letztlich bestimmen, können die Aufsichtsbehörden aber aufgrund ihres gesetzlichen Auftrags unfähige Banker so gut wie gar nicht rügen oder gar abberufen. – Siehe Abberufungs-Verfügung, Abwicklungsverfügung, Anlage-Haftung, Bankbeamter, Bankenführerschein, Bankenschelte, Bankenverstaatlichung, Bankier, Bankieren, BankpleitenVerhinderung, Bonus, Citigroup-Bonussystem, Commitment, Einzelfirma, bankliche, Finanzgeier, Finanzsodomit, Finanzterrorist, Geldsauger, Handschlag, goldener, High Potential, Infighting, Low Performer, Massnahme bei Gefahr, Peter-Regel, Praxis, Sachkunde, Shitstorm, Tante Milly, Vorabprüfung, Zitronenhandel, Zwangsschliessung.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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