Ein Unternehmen in einem Währungsgebiet gewährt einer Firma in einem anderen Währungsraum ein Darlehen in seiner, also des Kreditgebers Währung, angenommen CHF. Das kreditgebende Unternehmen erhält dafür einen entsprechenden Betrag in der Währung des Kreditnehmers, angenommen USD. Nach einer vertraglich festgelegten Zeit werden die gegenseitigen Forderungen in der jeweiligen Währung glattgestellt (a loan in which two companies in separate currency areas borrow each other’s currency for a definite time period, and repay the other’s currency at an agreed-upon maturity). Solche Geschäfte sind vor allen zwischen international tätigen und durch Handelsbeziehungen miteinander verbundenen Unternehmen üblich. Auf diesem Weg der gegenseitigen Kreditgewährung können Unternehmen verhältnismässig sicher und ohne aufwendige Zwischenschaltung von Banken (costly interposition of banks) Fremdwährung erwerben. Auch dienen die Darlehen der Ausschaltung von Wechselkursrisiken. – Siehe Erfüllungsrisiko, Herstatt-Risiko, Kurssicherung, Swap, devisenbezogener, Währungsoption.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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