In Bezug auf den Finanzmarkt die Bekanntgabe von Tatsachen oder Einschätzungen einer Behörde – und im besonderen der Aufsichtsbehörde oder der Zentralbank – wodurch Marktteilnehmer zu Verhaltensänderungen (changes in behaviour) veranlasst werden. Strittig ist besonders, inwieweit – die EZB als Zentralbank die Öffentlichkeit unterrichten sollte und – die EZB als europäische Aufsichtsbehörde das Europaparlament benachrichtigen müsse. Im September 2013 kam es zu dieser Frage zu einer Übereinkunft zwischen der EZB und dem Europaparlament (European Parliament). Danach besteht das Parlament nicht mehr auf wörtliche Verlaufsniederschriften (minutes), sondern begnügt sich mit einem zusammenfassenden Sitzungsbericht (records of proceedings). – Siehe EZB-Protokolle, Veröffentlichung, Politik des offenen Mundes.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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