white-label fund, WLF): Ein Vermögen, das eine Kapitalverwaltungsgesellschaft, eine Bank oder ein privater Vermögensverwalter – ein unabhängiger Fondsmanager, dann oft auch Promoter genannt – nach den Wünschen eines Kunden eigens zusammenstellt. Der Fondsname ist dabei meistens frei wählbar (private labelling), und alle Geschäftsbedingungen werden eigens von dem Auftraggeber festgelegt. Die Mehrzahl der Private-Label-Fonds – so auch oft im Deutschen gesagt – wird bis anhin von Banken zusammengestellt und an den Markt gebracht. Dabei enthält jeder Auftragsfonds seine ganz bestimmte Mischung aus verschiedenen Vermögenswerten; neben Aktien, Obligationen, Hedge-Fonds-Anteilen und Verbriefungspapieren etwa auch Fremdwährungsforderungen, Edelmetalle, Grundstücke und Optionen aller Art. – Siehe Aktienfonds, Anlageausschuss, Anteilschein, Anlage-Diversifizierung, Captive Fund, Effektenfonds, Fonds, ethischer, Immobilienfonds, Inventarwert, Investmentmodernisierungsgesetz, Länderfonds, Private-Label Asset-Backed Securities, Publikumsfonds, Rentenfonds, Risikoüberwachung, gegliederte, Spezialfonds, Steuerspar-Fonds, Thesaurierungs-Fonds, Vermögensverwalter. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 2008, S. 102 (Notenbankfähigkeit von Verbriefungspapieren aus einem Auftragsfonds).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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