Produktivitätsansatz zur Bewertung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit
Der Produktivitätsansatz bewertet die preisliche Wettbewerbsposition unter Berücksichtigung relativer Produktivitätsentwicklungen. Er trägt dem Umstand Rechnung, dass wirtschaftliche Aufholprozesse typischerweise sowohl überdurchschnittliche Produktivitätszuwächse als auch höhere Inflationsraten und eine reale Aufwertung hervorbringen. Eine solche Aufwertung muss nicht auf einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit hindeuten, sondern kann Ausdruck realwirtschaftlicher Konvergenz sein. Der Ansatz eignet sich deshalb nach dem Bericht besonders für Transformations- und Aufholländer, bei denen eine rein preisbasierte Bewertung zu irreführenden Ergebnissen führen könnte.
Quelle: http://www.gerhardmerk.de, Monatsbericht – Februar 2026 , 19.02.2026 , PDF-S. 93. https://www.gerhardmerk.de/buba_pdf/bundesbank-monatsbericht-2026-02.pdf.
Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie mich an: info@ekrah.com

Comments
So empty here ... leave a comment!