Formeln, finanzmathematische (hedge formulas)

Mathematische Gleichungen, die Risiken auf Finanzmärkten, vor allem im Optionsgeschäft zu berechnen suchen. Da es immer ein Restrisiko aufgrund externer Schocks geben wird, bleibt ein Rest von Unsicherheit, wodurch im Ernstfall alle Berechnungen in sich zusammenbrechen. – Dies zeigte sich 1998 sehr deutlich beim Zusammenbruch des Long-Term Capital Managements (LTCM), eines Hedge-Fonds, der von führenden Finanzmathematikern beraten wurde und in diesem Fall durch das russische Schuldenmoratorium mit seinem Dominostein-Effekt aus den Fugen geriet. LTCM war erst 1993 gegründet worden und hatte nie mehr als 190 Mitarbeiter. Aber der Gewinn von 2,1 Mia USD im Jahr 1996 lag schon höher als der vieler Grossunternehmen in der Welt. Vor dem Zusammenbruch hatte LTCM Aktiva von 140 Mia USD, und den Anlegern wurde bei minimem Risiko eine Rendite von vierzig Prozent (!!) versprochen. Innert von nur fünf Wochen blieb von alledem nichts mehr übrig. – Auch nach dem islamistischen Attentat auf das World Trade Center in Neuyork am 11. September 2001 gerieten die meisten bezüglichen Berechnungen über den Haufen. – Siehe Anlagemodell, Behavioural Finance, Bewertbarkeit, Daimonion, Fibonacci-Folge, Financial Engineering, Finanzmarkt-Analyse, Finanzmathematik, Finanzpsychologie, Modigliani-Miller-Theorem, Sachverhaltsgestaltung, Schocks, strukturelle, Sell-in-May-Effekt, Spielbank-Doktrin, Theoretiker.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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