Trendprognosen (trend forecasts, scoring models)

Von Banken und Forschungsinstituten angestellte Vorhersagen über die ökonomische Entwicklung in der Zukunft. – Wie sich mehrfach gezeigt hat, sind solche Prognosen nur bedingt brauchbar. Denn Änderungen der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, exogene Schocks und Kriege, Naturkatastrophen, Terror-Anschläge sowie Strukturbrüche und konjunkturelle Einflüsse führen in der Regel dazu, dass das Potentialwachstum in einzelnen Jahren unter- oder überschritten wird. – Man beschränkt sich heute in der Regel auf sog. “Mega-Trends”, wie nachfrageseitig Altersquotient, Gesundheitsbewusstsein, Wellness-Streben, Erlebnis- und Freizeitorientierung, Umweltbewusstsein und Mobilität, sowie angebotsseitig vor allem internationale Verflechtung und Wettbewerb (globalisation; Globalisierung), Deregulierung der Märkte, Tertiarisierung und Verbreitung neuer Kommunikationstechnologien. – Siehe Astro-Prognose, Basislinie, Datenunsicherheit, Erhebung fachlicher Prognostiker, Geldpolitik, vorausschauende, Gleichgewichtsmodelle, dynamisch-stochastische, Prognoseunsicherheit, Saisonbereinigung, Schocks, strukturelle, Stimmungs-Indikatoren, Theilscher Ungleichgewichtskoeffizient, Wachstumsprognose, Wirtschaftsindikatoren, wichtige, Worst Case Szenario. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Mai 2013, S. 77 (Grundsatzartikel zur Verlässlichkeit gesamtwirtschaftlicher Projektionen; viele Übersichten; Literaturverweise), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2013, S. 74 f. (Probleme bei der Abbildung von Prognoseunsicherheiten).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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