Systemrisiko (systemic risk)
Allgemein die Gefährdung der Funktionstüchtigkeit der internationalen Finanzordnung vor allem – auf Grund nicht mehr beherrschbarer Kettenreaktionen von Abwertungsspekulationen oder – wie im Gefolge der Subprime-Krise infolge Vertrauensschwunds (loss of confidence) und dadurch hervorgerufener Bankenzusammenbrüche. – Im besonderen das Risiko, dass – infolge der Unfähigkeit eines Teilnehmers innert eines Zahlungsverkehrssystems, seinen Verpflichtungen nachzukommen, oder – durch Fehler im System selbst auch weitere Teilnehmer in anderen Bereichen des Finanzsystems in Schwierigkeiten geraten. – Siehe Aufsicht, makroprudentielle, Ausschuss für Finanzstabilität, Dominostein-Effekt, Event Risk, FinanzmarktInterdependenz, Herdenverhalten, Krise, systemische, Risiko, Risikominderungstechniken, erweiterte, Single European Payment Area (SEPA), Subprime-Krise, Systemgefährdung, Unterseeboot-Effekt, Vertrauen. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2004, S. 30 f., Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 19 (Hedge-Fonds als mögliche Auslöser), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2013, S. 41 ff. (makroprudentielle Überwachung in Deutschland: ausführliche Darstellung, in den Anmerkungen wichtige Hinweise), Finanzstabilitätsbericht 2013, S. 104 (Vorgaben für die Liquiditätsvorsorge).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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