Struktur-Verhaltens-Paradigma

Das Struktur-Verhaltens-Paradigma erklärt einen negativen Zusammenhang zwischen Marktkonzentration und Wettbewerb. Danach begünstigt eine höhere Konzentration durch Monopolisierungstendenzen ein weniger wettbewerbliches Verhalten der Banken. Kreditnehmer stehen häufiger Instituten mit hohen Marktanteilen gegenüber und können eher bereit sein, deren Angebote anzunehmen. Daneben können in konzentrierten Märkten implizite Preisabsprachen leichter fallen. In beiden Fällen steigt die Preissetzungsmacht, wodurch Banken höhere Kreditzinsen durchsetzen können. Der Bericht betont jedoch, dass dieser Zusammenhang theoretisch und empirisch nicht zwingend ist.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026 , 22.01.2026 , PDF-S. 31. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/973956/referenceDoc/7a6a3b02ce72b6a454aee8cac61986dc.
Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie mich an: info@ekrah.com

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