Kredit (credit, loan)
Im sehr weiten Sinne der volkswirtschaftlichen GeldnachfrageTheorie alle handelbaren Schuldtitel und dann meistens dem Geld gegenübergestellt; (money and credit; Geld und Kredit). – Gesamtwirtschaftlich betrachtet die Summe aller Verbindlichkeiten gegenüber dem Bankensystem (provison of funds; Mittelbereitstellung). – Jeder von einer Bank oder einem Unternehmen (etwa: Arbeitgeber-Darlehn; loan from the company, employers’ loan) einem Schuldner vertraglich gewährte, rückzahlbare Geldbetrag (Borg, Gelddarlehn; money loaned). – Die auf Darlehnsgewährung gerichtete Erwartung eines Wirtschafters: sein Ansehen, seine Bonität, seine Kreditwürdigkeit (creditworthiness: the ability of an economic unit to borrow money). – Die monetären Verbindlichkeiten einer Wirtschaftseinheit, die aufgenommenen Darlehn, die Schulden (liabilities). – In der Statistik und bei den Aufsichtsbehörden in Bezug auf die Bankbilanzen genau erläuterte einzelne Posten; vgl. für Deutschland § 19 KWG und § 21 KWG, dort ausführliche Aufzählung. – Hier gilt es freilich zu beachten, dass es über den Weg einer True-Sale-Verbriefung für ein Institut möglich ist, Kredite aus der Bilanz auszubuchen, so dass diese nicht mehr von der amtlichen Statistik erfasst werden (in the case of true-sale securitisation, financial market developments make it possible for credit to be taken off the balance sheet and thus disappear from official statistics based on bank balance sheets). – Siehe Bereitstellungsgebühr, Borg, Darlehn, Gelddarlehn, Investition, Investitionskredit, Laufzeitgeld, Leasinggeschäft, Nichtabnahme-Entschädigung, Paketdarlehn, Pfandgeld, Projektierungskredit, Rating, Standarddarlehn, Term Loan, Überbrückungskredit, Vorlage, Zins, Zinsallkokations-Funktion. – Vgl. die einzelnen Posten im Sinne der Definition im Anhang “Statistik des Euro-Währungsgebiets”, Rubrik “Monetäre Entwicklungen, Banken und Investmentfonds”, Unterrubrik “Kredite der MFIs, Aufschlüsselung” des jeweiligen Monatsberichts der EZB, Monatsbericht der EZB vom April 2005, S. 74 (Probleme der statistischen Vergleichbarkeit), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2009, S. 58 ff. (Kredite im Eurogebiet seit 2004, aufgeschlüsselt nach verschiedenen Merkmalen), Monatsbericht der EZB vom November 2010, S. 83 (Anmerkung 28: Schwierigkeit, Kredite statistisch genau zu messen), Monatsbericht der EZB vom Mai 2013, S. 44 ff. (ausführliche Statistiken über Kredite an KMUs), Monatsbericht der EZB vom Juli 2013, S. 44 ff. (Finanzierungsbedingungen von KMUs; viele Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Mai 2014, S. 41 ff. (Finanzierungsbedingungen von KMUs im Eurogebiet; Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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