Kaldor-Hicks-Kriterium (Kaldor-Hicks criterion)

Jede wirtschaftspolitische Massnahme einschliesslich jederart Politik der Zentralbank führt dann nur zu einem gesamtgesellschaftlichen Wohlstand-Anstieg, wenn – Personen, die einen Wohlstandanstieg erfahren, – jene Menschen voll entschädigen können, welche Wohlstandeinbussen erleiden, – indessen aber doch einen Teil des ursprünglichen Wohlstandgewinns erhalten (any economic policy measure improves the overall economic welfare only if those who gain can compensate those who lose, and still be better off). Im Zuge der Krisenpolitik der EZB wurde das Kaldor-Hick-Kriterium zur Begründung herangezogen. Indessen wird beim Kaldor-Hicks-Kriterium stillschweigend eine einheitlich verfasste Gesellschaft, ein Staat unterstellt. Die EWU ist aber kein Staat in diesem Sinne. – Siehe Anmassung, zentralbankliche, Angst, perverse, Aufkäufe, zentralbankliche, Bail-out, Bazooka, Erpressungspotential, Euro-Bonds, EZB-Sündenfall, Moral Hazard, Niedrigzins, Nuklearoption, Nullzins, Perpetuum Mobile, Plan C, Renationalisierung, geldpolitische, Rettungspaket, Weginflationierung, Zwangsenteignung.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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