Giftpapiere (toxic assets, poisoned securities)
Im Zuge der Subprime-Krise um 2009 aufgekommene abschätzige Bezeichnung für Asset-Backed Securities. Indessen ist die Verteufelung (demonisation) dieses Finanzderivats allgemein völlig unberechtigt. Gerügt werden kann hier – wie bei anderen Finanzinstrumenten auch – nur der Missbrauch. Wenn – der den Papieren zugrundeliegende Forderungsbestand (underlying receivables portfolio) deutlich ausgewiesen, – in seinem Risikogehalt einschätzbar ist (the risk level could be evaluated) und – wenn auch die Käufer der Papiere diese einer sorgfältigen Bewertung unterziehen (would perform a careful evaluation), dann sind ABS ein durchaus geeignetes Mittel zur Risikoverteilung auf dem Finanzmarkt. – Siehe Aktivitäts-Verlagerung, bilanzbestimmte, Ausserbilanzgeschäft, Claw-back-Klausel, CLO-Fonds, ConduitGesellschaft, Einzel-Originator-Verbriefung, Erstverlust-Tranche, Flüssigmachung, Konsolidierung, Mezzanine-Tranche, Nichts, bilanzielles, Originate-to-distribute-Strategie, Originator, Residential Mortgage Backed Securities, Rückzahlung, vorzeitige, Single Master Liquidity Conduit, Stimmrecht-Kriterium, Unterstützung, stillschweigende, Verbriefung, Verbriefungsstruktur.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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