Eisengeld (iron money)

In der Numismatik alle Zahlungsmittel – Münzen, seltener auch Stäbchen (rods: slim cylinders of metal), wie in einigen Gegenden Afrikas -, deren Stoff ganz oder vorwiegend aus Eisen besteht. – Reines Eisen wird durch Rost (Oxydation: oxydation: das Metall zerfällt in eine rotbraune, bröckelige Substanz) zerstört. Die vor allem nach dem Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) in Umlauf gegebenen Eisenmünzen waren daher mit einer dünnen Schicht anderen Metalls (Nickel, Kupfer) überzogen (plattiert [plated], wie hier der Fachausdruck heisst). Sehr alte Eisenmünzen – wie etwa aus Sparta – werden heute von Museen und Sammlern in der Regel mit Lack versiegelt (sealed with lacquer). – In alten Urkunden eine Zahlung in Bargeld, die ein Inhaftierter für seine Gefangensetzung zu entrichten hatte, auch Eisergeld geschrieben. – Eine ewig währende Zahlungspflicht, auch Eisengült genannt.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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