Eigenkapital (equity [capital]; capital resources)

Allgemein im Besitz eines Unternehmens befindliches Kapital, das den Merkmalen – Dauerhaftigkeit, – Verlustteilnahme und – Entscheidungsfreiheit über Ausschüttungen genügt. – Gemäss IAS (RK 49 c) der nach Abzug aller Verbindlichkeiten verbleibende Betrag der Vermögenswerte eines Unternehmens. – Bei Kreditinstituten nach der Definition der Aufsichtsbehörden der Besitz von Vermögenswerten, die zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern ausreichend sind; siehe für Deutschland § 10 KWG. Im einzelnen in der Regel das Total von – Kernkapital (core capital: bilanzielles Eigenkapital plus ökonomische Eigenmittel), – Ergänzungskapital (Prudential Filter) und – Drittrangmittel (tier-3 capital). – Bei einem Einschusskonto der Erfolg als Unterschiedsbetrag zwischen den im Besitz befindlichen Vermögenswerten einerseits und noch ausstehenden Darlehen zum Kauf der Vermögenswerte andererseits (the amount the investor would keep after all positions have been closed and all margin loans paid off). – Siehe Abschmelzrisiko, Anpassungsrad, Eigenkapital-Arrangeur, Ergänzungskapitel, Gesamtbanksteuerung, Hebel(wirkung), Hedge-Fonds-Gefahren, IAS 39, Kapital, Kapitalpuffer, antizyklischer, Kreditlinie, Leverage, Prudential Filter, Rangfolge-Theorie, Rückschlag-Effekt, Unterlegung, Verschuldungs-Koeffizient, Waiver-Regelung, Zwangswandelanleihe. – Die einzelnen Posten sind aufgezählt und erläutert Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2002, S. 43, Monatsbericht der EZB vom Februar 2004, S. 77 ff., Monatsbericht der EZB vom Januar 2005, S. 54 f., Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 29 (Eigenkapitalquote deutscher Banken; S. 30: Eigenkapitalrentabilität untergliedert nach Bankengruppen), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2006, S. 59 (Vorbehalte gegenüber den Berechnungsmethoden), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2006, S. 69 ff. (Umsetzung der Eigenkapitalregelungen von Basel-II, S. 91: Überarbeitung der Eigenkapital-Definition), Jahresbericht 2006 der BaFin,
S. 43 f. (Bemühungen um eine einheitliche Definition des bankaufsichtsrechtlichen Eigenkapitals), S. 56 f. (IASB-Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital), Monatsbericht der EZB vom Juli 2008, S. 35 ff. (Entwicklung der Eigenkapitalkosten 2002-2008), Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 50 (hybride Finanzinstrumente und Eigenkapital), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 38 (Stärkung der Eigenkapitalvorschriften), Geschäftsbericht 2009 der Deutschen Bundesbank, S. 98 (zu den Eigenkapitalrichtlinien des Basler Ausschusses), Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 125 (durch die in Kraft getretene KapitaladäquanzRichtlinie wird die Anerkennungsfähigkeit hybrider Kapitalbestandteile als aufsichtliche Eigenmittel bei Instituten bestimmt), Jahresbericht 2012 der EZB, S. 133 (Eigenkapitalrichtlinie und -Verordnung [CRD IV/CRR] der Europäischen Kommission), Jahresbericht 2012 der Bafin, S. 119 f. (Umsetzungsfragen), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Mai 2013, S. 59 ff. (bankaufsichtliches Eigenkapital im Zuge von Basel-III).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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