Druck, disinflationärer (disinflationary pressure)

Seit 2012 häufiger auftauchender Begriff in der Bedeutung, dass der Preisindex der Lebenshaltung kaum und im Sonderfall garnicht steigt. Immer mehr nämlich gewinnen weltweite Marktverhältnisse angebotsseitig auf die Preise vor allem der Gebrauchsgüter an Bedeutung. Denn die Globalisierung erhöht den Wettbewerb und senkt die Preise. – Indessen kann auf der anderen Seite die vorübergehende oder anhaltende weltweite Verknappung eines Gutes (wie etwa Erdöl oder Getreide) die Inflationsrate in einer Binnenwirtschaft übermässig ansteigen lassen. – Siehe Disinflation, Energie-Inflation-Zusammenhang, Erdöl-Lebensmittel-Zusammenhang, Finanzialisierung, Inflation, Kerninflation, Opferverhältniszahl. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom März 2009, S. 60 ff. (Disinflationsphase im Euroraum; Übersichten).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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