Credit Default Swap im Quadrat auch Quadrat-CDO (squared credit default swap, CDS2)

Ein Credit Default Swap, das durch ein Bündel anderer Credit Default Swaps gedeckt ist. – Oft ist dem Käufer solcher Papiere über die ursprünglichen Sicherungsnehmer und Sicherungsgeber (Risk Taker) kaum etwas bekannt; das Verlustrisiko bemisst sich entsprechend hoch. Vor der Subprime-Krise wurden sogar Kubik-CDSs angeboten. Gängige Quadrat-CDSs enthielten bis zu Beginn der Subprime-Krise oft bis zu 200 Verbriefungspapiere, die zu einem neuen Wertpapier zusammengefasst wurden. Üblich waren bis dahin Mischungen aus etwa sechzig Prozent verbriefte Eigenheimkredite minderer Qualität (Home Equity Loans), zwanzig Prozent Gewerbe-Immobilien und zehn Prozent Unternehmenskredite; der Rest entfiel auf verschiedene Kategorien wie Fahrzeugkredite. – Entsprechende Beschreibungen der Quadrat-CDSs, in feinstem Juristenenglisch (formulated in subtlest English legalese and, therefore, very difficult to understand or perceive) abgefasst, umfassten manchmal bis zu 300 Seiten und enthielten viele Klauseln (clauses), die von den meisten Käufern der Papiere – darunter auch viele deutsche Institute – nicht gelesen, nicht verstanden oder nicht ernstgeommen wurden. Fast immer vertraute man ausschliesslich der Benotung seitens einer Rating-Agentur. – Siehe Absenzkapitalismus, Finanzarchitektur, Krise der Sicherheiten, Lottchen, doppeltes, Monoliner, Option, zusammengesetzte, Papiere, toxische, Produktregistrierung, Reintermediation, Repackaging, Verbriefung, Verpackungskunst, Verständlichkeit.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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